Rechtsanwaltskanzlei

Ursula Gudernatsch

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Häufig gestellte Fragen

 Als beschuldigter zur Vernehmung geladen. Was soll ich tun?
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Die Anklageschrift erhalten.
Wie geht es weiter?
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Übersicht

Kosten

Übersicht: 

 

Kosten der Verteidigung:
Die Höhe der Kosten wird durch eine Vereinbarung zwischen Mandant und Verteidiger, die sog. Vergütungsvereinbarung festgelegt.
Sie umfasst die Vergütung der anwaltlichen Leistung in Form von Beratung und Verteidigung vor Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht. Die Höhe richtet sich hauptsächlich nach dem Arbeitsaufwand des Verteidigers bei der Bearbeitung der Sache.

Sollten Sie aufgrund finanzieller Probleme zur vollständigen Begleichung der Anwaltsrechnung nicht in der Lage sein, sprechen Sie Ihren Verteidiger auf eine Abzahlung in Raten an.


Kostenübernahme durch Rechtsschutzversicherungen:
Für das Strafverfahren haben die Rechtsschutzversicherungen in ihren allgemeinen Versicherungsbedingungen die Kostenübernahme weitgehendst ausgeschlossen, obwohl der Rechtsschutz in Strafverfahren Vertragsbestandteil ist. Einige Versicherungen bieten einen speziellen Strafrechtsschutz an.
In Verkehrsstrafsachen und Bußgeldverfahren wird dagegen auch aufgrund der allgemeinen Versicherungsbedingungen meistens eine Deckungszusage erteilt.
Für Firmen und Selbstständige bestehen eigene Versicherungsbedingungen, die sich zum Teil wesentlich von den üblichen Bedingungen unterscheiden.


Prozesskostenhilfe:
Anders als im Zivilprozess gibt es im Strafverfahren normalerweise keine Prozesskostenhilfe, Ausnahmen gelten u.a. für das Gebiet des Strafvollzugsrechts.
Wer durch eine Straftat verletzt wurde, kann Prozesskostenhilfe beantragen, wenn er über ein geringes Einkommen verfügt oder Opfer eines schwerwiegenden Verbrechens ist.

 

Pflichtverteidiger:
Ob ein Pflichtverteidiger einem Beschuldigten beigeordnet wird, richtet sich nicht nach dessen finanziellen Verhältnissen, sondern ausschließlich danach, ob ein Beschuldigter nach Meinung des Gesetzgebers in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen oder nicht.
In einigen Fällen muss das Gericht auf jeden Fall die Beiordnung aussprechen, so z.B. wenn die Angelegenheit in erster Instanz vor dem Landgericht verhandelt wird oder dem Beschuldigten ein Verbrechen zur Last gelegt wird.
In anderen Fällen wird ein Pflichtverteidiger dann beigeordnet, wenn das Gericht der Meinung ist, dass die Zuziehung eines Verteidigers geboten ist. Dies ist z.B. der Fall, wenn der Widerruf einer Bewährungsstrafe droht. Die Beiordnungspraxis wird von Gericht zu Gericht und von Richter zu Richter unterschiedlich gehandhabt.

Der Pflichtverteidiger wird zunächst vom Staat bezahlt, bei einer Verurteilung muss der Beschuldigte jedoch die Kosten zurückzahlen. Die Kosten für einen Pflichtverteidiger sind deutlich niedriger als die eines Wahlverteidigers. Daher wird der Verteidiger, der bereit ist, eine Pflichtverteidigung zu übernehmen, von seinem Mandanten nach dessen finanziellen Möglichkeiten einen Kostenbeitrag verlangen.

 

Kostenerstattung durch den Staat:
Im Fall eines Freispruchs hat der Betroffene einen Anspruch auf Erstattung seiner Kosten, also auch der Verteidigerkosten.
Die entstandenen Kosten werden in dem Umfang erstattet, den das Gericht für angemessen erachtet.